Der Winter hat sich endlich verabschiedet, und die Gedanken an duftendes Essen werden greifbar. Egal, ob du in deiner kleinen Wohnung oder im Schrebergarten bist – die Frage bleibt: Warum wird unser Reis manchmal zum klebrigen Chaos?
Das Wichtigste auf einen Blick
- Gesundheit 🌱: Waschen reduziert Schadstoffe wie Arsen.
- Konsistenz 🍚: Gewaschener Reis bleibt lockerer und körniger.
- Waschmethoden 🧼: Einfache Techniken für perfektes Reis-Kochen.
- Reissorten 🌾: Alle Reissorten profitieren vom Waschen!
Schon gewusst? 💡 Laut einer Studie des WWF können wir bis zu 3,7 mg Mikroplastik pro 100 g ungewaschenem Reis aufnehmen.
Warum solltest du Reis waschen?
Das Waschen von Reis ist nicht einfach ein alter Küchenmythos; es ist eine wichtige Maßnahme für die Reisqualität. Durch das Entfernen überschüssiger Stärke und anderer Verunreinigungen wird dein Reis beim Kochen viel schmackhafter. Außerdem kann das Waschen die Aufnahme von gesundheitsgefährdenden Stoffen wie Arsen erheblich reduzieren.
Arsen gelangt oft über verschmutztes Wasser oder belastete Böden in die Reispflanze. Besonders Vollkornreis ist betroffen, da Arsen in den äußeren Schichten gespeichert wird. Ein gründliches Waschen entfernt nicht nur Schmutz, sondern kann auch die Schadstoffbelastung verringern und deinem Körper langfristig etwas Gutes tun.
Welche Reissorten solltest du waschen?
Hier ist die klare Antwort: Alle Reissorten sollten gewaschen werden! Egal, ob du Basmatireis, Jasminreis, Milchreis oder Risotto-Reis verwendest — jede Sorte genießt Vorteile durch das Waschen. Selbst wenn du die Stärke willst, wie beim Milchreis, ist ein kurzes Abspülen hilfreich, um Staub und Verunreinigungen zu entfernen.
Bei Risottoreis reicht es, ihn zu waschen, um die Schadstoffe zu reduzieren, ohne den gewünschten Klebeeffekt zu verlieren. Lediglich parboiled Reissorten, die bereits vorgegart sind, benötigen weniger Aufmerksamkeit, dennoch ist ein schnelles Abspülen auch hier ratsam.
So wäschst du Reis richtig
Um Reis richtig zu waschen, gib ihn in ein feinmaschiges Sieb oder eine große Schüssel. Spüle ihn mit kaltem Wasser und reibe die Körner vorsichtig aneinander, während du das Wasser durch das Sieb laufen lässt. Du wirst schnell merken, dass das Wasser milchig wird – ein Zeichen, dass die Stärke entfernt wird. Diese Prozedur sollte 3 bis 5 Mal wiederholt werden, bis das Wasser klar ist.
Für besonders empfindliche Sorten ist es empfehlenswert, den Reis nach dem Waschen über Nacht in Wasser einzuweichen. Dieser Schritt kann bei Kindern oder in der Schwangerschaft besonders wichtig sein, um weitere Rückstände zu lösen.
Reis waschen: Lohnen sich Mühe und Zeit?
Die Antwort ist ein klares Ja! Ein gut gewaschener Reis wird beim Kochen viel lockerer und schmackhafter. Viele klagen über Matsche, und oft ist das einfach nur das Resultat von nicht entferntem Schmutz und Stärke. Das Waschen sorgt dafür, dass du perfekte Reiskörner erhältst, egal ob du sie dämpfst, kochst oder im Reiskocher zubereitest.
Außerdem bleibt gekochter Reis, der ordentlich gewaschen wurde, länger haltbar im Kühlschrank. Er wird weniger klebrig und lässt sich besser für Gerichte wie Bowls oder Meal-Prep verwenden. Gar nichts mehr mit dem matschigen Grauen, das wir alle kennen!
Praktische Tipps für den Einkauf
Wenn du einkaufen gehst, schau nach frisch verpacktem Reis in Geschäften wie Lidl oder DM. Achte darauf, dass die Verpackungen intakt sind und keine Risse aufweisen. Bei Bauhaus oder OBI findest du nützliche Küchenutensilien wie feine Siebe oder Schüsseln, die dir beim Waschen des Reises helfen können.
Und falls du noch keinen Reiskocher hast, kann sich ein Blick bei Rossmann oder Dr. Max lohnen. Die Geräte können dir den Kochprozess erleichtern und sorgen dafür, dass dein Reis immer perfekt wird.
Persönliche Anekdote
Ich erinnere mich an einen Sonntagmorgen im Schrebergarten. Es war schön warm, die Vögel sangen, und ich hatte mir vorgenommen, ein feines Curry mit Reis zu kochen. Ich stand am Waschbecken, reinigte den Reis, und plötzlich kam mein Nachbar vorbei. Er beobachtete mich skeptisch und fragte: „Machst du das wirklich? Ist das notwendig?“ Ich grinste nur und sagte: „Vertrau mir, der Unterschied ist enorm!“ Am Ende wurde mein Curry ein voller Erfolg — es war ein ganz anderer Reis!
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung.